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Huna Wissen


Huna- hawaiische Philosophie?

Huna ist mittlerweile ein weit über die New-Age Grenzen hinaus bekannter Begriff. Während die meisten es als hawaiische Philosophie betrachten und beschreiben, sehen sich viele Hawaiianer in ihrer traditionellen Kultur darin nicht vertreten.

 

Die Entstehung der Huna- Bewegung

Der Amerikaner Max Freedom Long, ein Lehrer, traf 1917 im Bezirk Ka`u im Süden von Big Island ein und war sofort fasziniert von der Magie der Hawaiianer. Die „Zauberkräfte“ der kahunas und das dem zugrunde liegende Wissen zu entschlüsseln, gelang ihm aber nicht. Einerseits war es eine Zeit, in der die Kultur Hawaiis schon seit längerem durch Fremde unterdrückt wurde und traditionelles Wissen nicht jedem einfach auf die Nase gebunden wurde. Die Hawaiianer verweigerten eine tiefere Zusammenarbeit, Long sprach in seiner kurzen Zeit auf Hawaii nie mit einem Kahuna.


Er versuchte dann später die Geheimnisse der Kahunas durch die Analyse der hawaiischen Sprache zu ergründen und verband dies mit seinen umfangreichen Recherchen zu Psychologie, Parapsychologie, Okkultismus, Reinkarnation etc. welchem er dann den hawaiischen Namen Huna gab, was übersetzt Geheimnis oder geheimes Wissen oder aber auch unbedeutend, klein bedeutet. Er schrieb in seinem Büro in Kalifornien 1936 sein erstes Buch Recovering the Ancient Magic und 1948 den Bestseller The Secret Science Behind Miracles (Geheimes Wissen hinter Wundern), dem weitere Bücher folgten.

Die hawaiische Autorin Pali Jae Lee, wissenschaftliche Bibliothekarin am Bishop Museum schrieb zu dem von Long 1948 publizierten Buch, The Secret Science Behind Miracles, zitiert in "Hawaiian Lomilomi, Big Island Massage" von Nancy S. Kahalewai:

"Huna in Hawaiian means something very small and insignificant such as a grain of sand. Mr. Long made a beach out of that grain of sand. He also made a lot of money". (Huna steht in Hawaiisch für etwas Kleines, Unbedeutendes, wie ein Sandkorn. Herr Long hat aus dem Sandkorn einen ganzen Strand gemacht. Er hat damit auch viel Geld verdient.)

Doch bleibt Long ein großer Verdienst unbestritten, durch die Verbreitung seiner als Huna bezeichneten Philosophie wandte sich den abgeschiedenen Inseln Hawaiis wieder die  Weltöffentlichkeit zu und viele Menschen bekamen eine Ahnung von der Größe der hawaiischen Kultur. Inzwischen fordern auch viele Hawaiianer nach der langen Zeit der Unterdrückung mit einem wieder erwachten Selbstbewusstsein ihre Unabhängigkeit und Freiheit ein.

 

Serge Kahili King

ein amerikanischer Psychologe, (Geburtsname Serge King) wurde seinen eigenen Angaben zufolge von Wana Kahili in dessen Familie aufgenommen und dort zum Kahuna ausgebildet. Er schrieb eine Reihe von Büchern über Huna und erläuterte die Lehre Longs in Vorträgen und Seminaren, bei denen er auch auf Abraham Kawai`i traf und später dessen Tempelmassage übernahm, in dem er Kawai`i durch einen Brief informierte, dass einer seiner Schüler nun bei King dessen Lomi Templestyle lehrt und sie dies zur Abgrenzung Lomi Lomi Nui nennen. King gründete die Organisation Aloha International (heute Huna International) und heute ist seine Version der Huna- Lehre die am weitesten verbreitete.

 

Huna Grundlagen

Huna, ähnlich wie andere Philosophien, sieht den Menschen als harmonische Dreifaltigkeit und teilt diese in das untere, mittlere und hohe Selbst ein. Wobei diese Bezeichnungen nicht mit den Begriffen aus der Psychoanalyse gleich zu setzen sind.

 - Das untere Selbst „unihipili“ (child) ist der Astralebene entsprechend. Es reguliert sämtliche unserer autonomen (unbewußten) Körperfunktionen wie Verdauung, Atmung, Stoffwechsel, Herz-Kreislaufsystem. Es ist in seiner Weisheit über unseren Körper und deren Heilung unserem verstandesmäßigen Wissen haushoch überlegen. Wenn wir von Körperintelligenz sprechen, die z.B. in der Kineosologie genutzt wird, ist dies das untere Selbst, unihipili.

Es bewahrt und zeigt auch unsere emotionalen Erfahrungen und verhält sich dabei oft wie ein 3- 10jähriges Kind. Es agiert intuitiv oder gewohnheitsmäßig, erworbene Prägungen erzeugen dadurch in bestimmten, wiederkehrenden Situationen gleiche Reaktions- und Verhaltensmuster. Daher der in der Psychoanalyse verwendete Begriff Unteres Selbst, der unbewußte Verhaltensmuster meint. Das untere Selbst kann durch das Erkennen der eingefahrenen und sich ständig wiederholenden Lebens- und Verhaltensmustern neu ausgerichtet werden, wenn es vom mittleren Selbst dazu beauftragt wird. Dies ist eine der Grundlagen des modernen Ho´oponopono

Unihipili vertraut unserem denkenden Bewußtsein bedingungslos, vergleichbar wie eine Mutter-Kind- Beziehung. Es tut alles, um den Körper am Leben zu erhalten und ist als Energie im Herz bis Solarplexus zu Hause. Unser Bauchgefühl, die leise, innere Stimme.

Das untere Selbst, unihipili, ist körpergebunden, es erscheint mit der Existenz des physischen Körpers.

- Das mittlere Selbst „uhane“ (adult) ist der Mentalebene entsprechend. Es ist unser denkendes Bewußtsein und unser bewußter Wille. Es denkt zwar bewußt, jedoch immer auf der Grundlage angenommener Ideologien und Muster und ist deshalb nicht einfach gleich zu setzen mit dem Wachbewusstsein.

Uhane kontrolliert mit dem peripheren Nervensystem die durch den eigenen Willen veranlaßten Handlungen wie z.B. das Erlernen körperlicher Funktionen oder auch künstlerischer Fertigkeiten. Es ist das logische Denken, die Denkstruktur, welche sich an den angenommenen Ideologien orientiert und nur mühsam neue Denkmuster und Ideologien annimmt.

Das mittlere Selbst ist als Energie im Herz bis zum Halschakra zu Hause und überlebt den physischen Körper.

- Das hohe Selbst „aumakua“ (parent) ist der Kausalebene entsprechend. Es ist unser göttliches Bewußtsein, oder der Allvater, die göttliche Quelle in uns. Aumakua ist das universelle Gedächtnis, auch Akasha- Chronik, sieht unzählige Perspektiven und Möglichkeiten gleichzeitig und ist frei von jeglichem Karma oder Ursache-Wirkung. Ziel aller bewußtseinserweiternder Techniken in sämtlichen Traditionen ist das bewußte Erkennen, sich Öffnen für diesen kausalen Aspekt unseres Seins und letztendlich das Verschmelzen mit dieser, unserer göttlichen Natur.

Das hohe Selbst ist als Energie im Herz bis zum Scheitelchakra zu Hause und sozusagen unsere direkte Verbindung mit dem Göttlichen. In Gebeten und Ritualen verschiedenster Traditionen versuchen sich die Menschen auf ihr hohes Selbst ausrichten, um für neue Inspirationen offen zu sein und ihre allschöpferische Kraft bewußt zu erfahren.  

 

Die 7 Huna- Grundprinzipien

1. Die Welt ist das, wofür Ich sie halte. (IKE)
2. Es gibt keine Grenzen (KALA)
3. Energie folgt der Aufmerksamkeit (MAKIA)
4. Jetzt ist der Augenblick der Macht (MANAWA)
5. Lieben heißt, glücklich sein mit..(ALOHA)
6. Alle Macht kommt von innen (MANA)
7. Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit (PONO)

Serge Kahili King äußert selbst, dass Huna ebenso frei erfunden sei, wie alle anderen philosophischen, religiösen oder auch spirituellen Systeme, und dass Menschen überall auf der Welt auf gleiche Fragen auch häufig die gleichen Antworten gefunden haben.

So sehen wir Huna auch als universelle Weisheiten, die nicht an eine Kultur oder an einen Ort gebunden sind, sondern aus dem allgegenwärtigen Bewusstsein der Schöpfung den Menschen an seine göttliche Natur erinnern und ihm Wege zeigen, sich dessen wieder bewusst zu werden. Ob in den im "Kybalion" beschriebenen hermetischen Gesetzen, ob in der Zen- oder Hindu- Tradition oder auch in lang verschollenem Wissen unserer eigenen Kultur finden sich bei genauerem Hinschauen überall die gleichen Informationen. Auch wenn die Formulierungen oder der spirituelle Ansatz verschieden sein mögen, die "Gottheiten" verschiedene Namen tragen, entspringt dieses Wissen um die ursprünglichen Zusammenhänge des Menschen und seiner wahren Natur aus der gleichen Quelle. Yogananda nannte es "die ewige Suche des Menschen" wie in seinem gleichnamigen Buch sehr beeindruckend beschrieben, welche uns unabhängig von Zeit und Raum unweigerlich zu unserer wahren Heimstatt, der Verbundenheit, der Bewusstheit des Alleins zurück führt.

Aloha nui nui!

 

 

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